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Trends in Arbeit – Bildung – Chancen im 21.Jahrhundert

“Kopenhagen ist überall – im Kiez, in der Region, im Pazifik”

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Gestern Abend fand in der Galerie Listros (http://listros.de) auf Einladung des fhochx Institut für Zukunftsfähiges Wirtschaften GmbH (http://fhochx.de) eine Veranstaltung mit dem schönen Titel “Wo bitteschön ist der Ausgang?” – konkrete Zukunftsentwürfe in der Diskussion, statt.

Frau Heide Wohlers (fhochx) formulierte den gemeinsamen Ausgangspunkt der drei “Impulsreferenten” für die ca. 50 interessierten Besucher in etwa so:

Der Klimawandel erfordert neben dem Einsatz neuer Technologien, einen sozialen Wandel, neue Werte und praktische Lösungen, die von der Mehrheit der Menschen verstanden und getragen werden.

Das Ziel ist ein anderes soziales und ökologisches Wohlstandsmodell. Ziel ist eine Zivilgesellschaft, die auf Kreativität und das Können der Vielen setzt.

Die Ideen, Erfahrungen und Überzeugungen der Referenten:

Christine Ax, Autorin des Buches “Die Könnensgesellschaft” bschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit dem Dilemma der Arbeitsgesellschaft und Strategien für Nachaltigkeit in Deutschland und Österreich. Es geht Ihr um Können – Handwerk – Ökonomie der Nähe, um Alternativen und das Glück guter Arbeit.

Es um Alternativen zur Massenproduktion auf Basis von Niedriglöhnen, Umweltzerstörung und Produktuniformität. Denn es wird produziert was sich gut verkaufen läßt, nicht unbedingt das, was der Kunde braucht.
Dafür, dass er es kauft, dafür sorgt das Marketing und zwar mit enormen Kosten. Aber es gibt Alternativen zur Massenproduktion von Schuhen, Bekleidung oder beim Hausbau.
Mehr http://koennensgesellschaft.de

Eric Bihl informierte über sein Tahiti-Projekt. Natürlich haben einige gleich nachgefragt, wie man da mitmachen kann, denn Tahiti, da wollte ich schon ….

Die Geschichte ist schon abenteuerlich. Sie beginnt für Eric Bihl mit dem Lesen eines Buches und der Erkenntnis das Ökoterrorismus auch keine gesellschaftliche Perspektive ist und der Suche nach Ideen und der Überzeugung das Equilibrismus (Gleichgewicht von Mensch – Natur – Kapital) eine Zukunftsperspektive ist. Es geht weiter mit einem neuen Buch vom gleichen Autor Dirk C. Fleck “Das Tahiti-Projekt”, dem ein Sachbuch zum Thema von Eric Bihl folgte.

Eric Bihl (Equlibrismus e.V.) über “Das Tahiti-Projekt”

“Der Initiator erzählt, wie es zu diesem ungewöhnlichen Buch von Autor Dirk Fleck gekommen ist.” Quelle: http://www.youtube.com/user/FAIRCONOMY

Un dann wird es praktisch. Der dazu gegründete Verein sucht und findet nach 3,5 Jahren auf der Insel Moorea in Französisch Polynesien einen Platz, in Form einer alten Hotelanlage und das Interesse der Verwaltung an diesem Projekt und Studenten von dort und aus den USA und hoffentlich auch die 16.000 Unterstützer weltweit, die symbolisch den Inselbewohnern beistehen sollen.

Dort also soll der Zukunftsmessestand, der neue Prototyp für eine Zukunftsgesellschaft aufgebaut werden.


Größere Kartenansicht

Eric Bihl ist überzeugt, dass wir den radikalen Wandel brauchen und dass wir schon heute über die erforderlichen technischen Möglichkeiten verfügen, in Harmonie mit der Natur zu leben.
Mehr http://www.equilibrismus.org, http://www.tahiti-project.org, http://www.tahiti-virus.org

Udo Blum, Gewerkschafts-Urgestein, einer der Väter der “Humanisierung der Arbeitswelt” in den 70er/80er Jahren sprach über die Vernetzung und den Aufbruch aus den Regionen. Der Regionale Aufbruch will die Gesellschaft wieder auf die Füsse stellen. Der Mensch soll dabei im Mittelpunkt stehen. Er vertrat den Vorrang von Arbeit vor dem Kapital, des Regionalen vor dem Globalen, der Kooperation vor der Konkurrenz, der Nachhaltigkeit vor Profitorientierung.

Beispiele wurden genannt und gezeigt, dass es geht. Zum Beispiel der Gärtner, der eine Aktiengesellschaft mit dem Geld der Bürger gründet und damit landwirtschaftliche Flächen für künftige Ökobauern kauft, oder Bauern vom Zinswucher befreit.
Mehr http://www.regionaler-aufbruch.de

An der Diskussion konnte ich leider nicht bis zum Schluss teilnehmen. Denn Abends mit zwei Bussen 10km hinter die Berliner Stadtgrente zu fahren, kann leider auch ein Abenteuer werden.

Aber vielleicht liest einer der Teilnehmer des Abends diesen Beitrag und führt die Diskussion fort. Ich würde mich freuen, wenn der Abend keine Eintagsfliege bliebe, denn das Interesse und ich glaube auch der Wunsch, Dinge zu ändern ist da.

Der Beitrag wurde unter Verwendung von Formulierungen aus der Pressemitteilung von fhochx.de geschrieben.

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  • Kopenhagen gescheitert?
  • Written by iberliner

    Dezember 18th, 2009 at 7:03 pm

    Posted in News

    Tagged with Alternativen, Klimawandel, Zukunft

    One Response to '“Kopenhagen ist überall – im Kiez, in der Region, im Pazifik”'

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    1. Das Tahiti-Projekt: Lesung mit Rolf Becker – Teil 4

      Das Tahiti-Projekt, erschienen 2008 in 2. Auflage, und wenn man heute die Nachrichten aus Kopenhagen hört, das Problem ist das Gleiche. Amerika schaut nach vorn und sagt, wir sollten … und China blickt zurück und sagt, ihr habt … . Irgend ein Kompromiss wird schon gefunden werden, bis dahin geht wahrscheinlich als Erstes Tuvalu unter. Die Domain “tv” wird bleiben und sicher an Wert gewinnen – unsere Logik?

      iberliner

      18 Dez 09 at 23:32

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