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Kopenhagen gescheitert?

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Ja, ich habe es auch gehört und gelesen, alle haben gekämpft, nicht alle, aber wir und der Rest der Bestimmer, die 25, wir haben was vorgeschlagen und die Anderen haben sich nicht bewegt und sind letztendlich daran Schuld, dass alles den Bach runter geht.

Ich weiß nicht wer zu den 25 gehört, leider wurde detailiert dazu nichts berichtet. Aber 25 klingt schon gut, und sicher sind alle wirtschaftlich starken Länder dabei. Das heißt, wir stülpen wieder mal unsere Sicht auf die Dinge den Anderen über, denn wir sind die Wissenden, wir haben das ja auch alles verursacht. Und da wir wissen, was wir alles angerichtet haben, deshalb ist unsere Geduld und unser Verständnis für andere Positionen auch sehr begrenzt. Denn die Zeit drängt.

Also wir haben die Erfahrung und nun Schluss, alle müssen ja nicht die gleichen Fehler machen und wir sagen jetzt wo es lang gehen muss.

Fehleinschätzung! Der “Rest der Welt” (immerhin noch über ca. 160 Staaten) verhalten sich nicht wie gewünscht.
Vielleicht ist das auch normal. Warum sollten die, die vielleicht Jahrhunderte lang unter unseren “Wohltaten” gelitten haben so einfach vertrauensvoll zustimmen.

Aber vielleicht stimmt unsere Sicht auf die Dinge nicht, nicht auf das, was die Realtät ist. Vielleicht stimmt das System unsrerer Herangehensweise an die Probleme nicht.

Ich erinnere mich noch an ein Interview mir Gregor Gysi in der Wendezeit, der sagte, vielleicht ist so, dass wir gesellschaftliche Entwicklungsprozesse nicht einfach überspringen können.

Und das hat zum Einem mit unsererm Misstrauen zu tun. In Brasilen, Indien und China verlassen jedes Jahr viele Millionen Wissenschaftler und Ingenieure die Universitäten. Viel mehr als in den USA oder in Europa. Es wäre überheblich Ihnen zu unterstellen, zu übersehen, was wir in Sachen Klimawandel sehen. Auch die haben Verantwortungsbewußtsein und lieben ihr Land.

Und vielleicht ist auch diese Tonnenideologie falsch. Wir wollen die Erderwärmung auf 2 Grad begrenzen. Nun machen Sie mal was dafür. Wo ist das wie, das dem Bürger auch mitmachen lässt? Letztendlich sind es die Massen der Menschen, die Einfluss haben und die etwas verändern können. Vielleicht muss die politische Elite auch andere Wege finden, um wichtige Dinge zu kommunizieren, als nur über ihre Parteiklientel. Ich glaube die Leute wollen schon mitgestalten und sie engagieren sich auch, aber sie lassen sich halt immer schwerer vereinnahmen.

Vielleicht haben wir wirklich einen Systemfehler. Wir leben nun mal nicht in einer heilen Welt. Vielleicht hätte man nicht abstrakte Emissionswerte deckeln wollen. Vielleicht hätte man alle Staatschchefs nur einfach fragen sollen, ob es ok ist , dass Tuvalu mit nur ca. 12.000 Einwohnern als erstes Land absäuft. Ja oder Nein, nicht dazwischen, keine scheiß Enthaltungen. Und wenn das erste Land abgesoffen ist, dann kommt schon der Gedanke, was ist das nächste Land, das verschwindet. Wir doch nicht, oder? Vielleicht helfen existenzielle Überlegungen, Klarheit zu gewinnen.

Ich glaube nicht, dass Kopenhagen umsonst war. Ich hätte mir auch ein beruhigenderens und optimisterisches Ende von Cop15 gewünscht. Die Welt ist wie sie ist.

Aber vielleicht kann das dürre, nach alter Art zu Stande gekommnene Papier auch Denkanstoss sein, für das was nach Kopenhagen sein wird. Jedes Land für sich, wird ohne Schuldzuweisungen, sich Gedanken machen müssen.

Vielleicht sollte man am ersten und naheliegensten Problem anfangen. Was müssen wir für Tuvalu tun? Das ist der Gradmesser für die Reife der Weltgemeinschaft. Was sind wir bereit für die “Schwächsten” zu tun? Wir werden es sehen!

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  • Written by iberliner

    Dezember 20th, 2009 at 2:25 am

    Posted in News

    Tagged with COP15, Klimawandel, Kopenhagen, Tuvalu

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